Acupainture
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Geistige Mitte, Bewusstsein, Raum

Quintessenz

Kein fünftes Element auf einer Ebene mit den anderen, sondern das, was sie zusammenhält: die Mitte, der Beobachter, das Bewusstsein.

Einordnung

Qualität und Temperament

Primärqualitäten

jenseits der vier Primärqualitäten

Vier-Säfte-Lehre

die beobachtende Instanz

Warum fünf und nicht vier

Warum hat ein Vier-Elemente-System ein fünftes Element?

Die klassische europäische Tradition kennt vier Elemente — Feuer, Wasser, Erde, Luft — und vier Säfte mit ihren Temperamenten: Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker, Sanguiniker.

Aristoteles führte darüber hinaus den Äther ein: eine unvergängliche, himmlische Ursubstanz, die über den vier irdischen Elementen steht. In der europäischen Medizintradition und in der Alchemie wurde daraus die Quintessenz, die Quinta Essentia — das fünfte Wesen.

Sie steht nicht neben Feuer und Wasser, sondern über ihnen: als Mitte, als Katalysator, als die Ebene des Bewusstseins. Im Ayurveda entspricht ihr Brahma, in der praktischen Arbeit am Körper wird sie oft mit „der Mitte“ oder dem Pneuma, dem Lebenshauch, gleichgesetzt.

Für Acupainture ist das der passende Ort für die beobachtende Instanz — für den weichen Blick, der nicht eingreift, sondern wahrnimmt.

Quintessenz und Äther sind historisch deckungsgleich. Beide Begriffe stehen in der europäischen Tradition richtig; „Quintessenz“ ist der ältere und in der TEM gebräuchlichere.

Signaturenlehre

Drei Pflanzen dieses Elements

Die Signaturenlehre schließt vom Aussehen einer Pflanze auf ihre Verwendung — von der harten Rinde der Eiche auf Festigkeit, vom hohlen Stängel des Fenchels auf Luft. Sie ist ein historisches europäisches Denksystem, kein naturwissenschaftliches Verfahren. Was hier unter „Überlieferung“ steht, gibt wieder, was diese Tradition sagt. Es ist keine Aussage von Acupainture darüber, was eine Pflanze bewirkt.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Signatur
Fünfzählige goldgelbe Blüten — die Zahl der Quintessenz. Gegen das Licht gehalten wirken die Blätter wie von Nadeln durchstochen.
So beschreibt es die Überlieferung
Gilt als das Kraut für die Seele; die Überlieferung nennt es lichtbringend und nervenstärkend. Bekannt ist außerdem, dass es die Haut empfindlicher für Sonnenlicht macht und die Wirkung mancher Medikamente verändert.
Seelische Zuordnung
Wird gegen dunkle Schwermut und Erschöpfung genannt.

Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Signatur
Wächst in eisigen, kargen Hochgebirgs- und Arktisregionen auf nacktem Fels. Die Wurzel duftet nach Rosen.
So beschreibt es die Überlieferung
Wird als europäisches Adaptogen bezeichnet — als Pflanze, der zugeschrieben wird, unter Dauerbelastung im Takt zu halten.
Seelische Zuordnung
Steht für die Mitte im Auge des Sturms und für die beobachtende Instanz.

Meisterwurz (Peucedanum ostruthium)

Signatur
Wächst im alpinen Hochgebirge. Die Wurzel schmeckt feurig-scharf, die Dolden sind luftig, sie speichert Feuchtigkeit in alpiner Erde — vier Elemente in einer Pflanze.
So beschreibt es die Überlieferung
In der TEM als Panazee geschätzt — als Allheilmittel, das die Lebenskraft (Archaeus) anspricht. Ein historischer Ehrentitel, keine Aussage über Wirkung.
Seelische Zuordnung
Wird für Menschen genannt, die zu weit weg sind — um Erkenntnis wieder in Handlung zu bringen.

Pflanzen sind keine harmlose Zugabe. Manche verändern die Wirkung von Medikamenten, manche vertragen sich nicht mit Sonne, Schwangerschaft oder bestehenden Erkrankungen. Hier stehen deshalb keine Zubereitungen, keine Mengen und keine Anwendungen. Wer etwas ausprobieren möchte, klärt das vorher fachlich ab.

Klang

Die Zuordnung

Binaurale Schwebung

Gamma-Wellen, über 30 Hz

Das Band, das mit tiefer Meditation und mit Momenten beschrieben wird, in denen vieles auf einmal zusammenfindet.

Solfeggio-Zuordnung

852 Hz oder 963 Hz

Eine zusätzliche, in der überlieferten Literatur genannte Zuordnung. Sie steht neben der binauralen Schwebung, nicht an ihrer Stelle.

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Die anderen Elemente